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Jugendarbeitslosigkeit Seit Der Weimarer Republik: Ein Sozialgeschichtlicher Und Soziologischer Vergleich

Jugendarbeitslosigkeit Seit Der Weimarer Republik: Ein Sozialgeschichtlicher Und Soziologischer Vergleich

Paperback

LaborGeneral Sociology

ISBN10: 3322955834
ISBN13: 9783322955838
Publisher: Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften
Published: Jul 8 2012
Pages: 160
Weight: 0.46
Height: 0.36 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Das fundamentale Problem, das uns . . . Tag und Nacht beschäftigt, ist das Problem der Arbeitslosen. I Diese neue Plage der Menschheit hat Deutschland mit einer unheimlich drückenden Schwere getroffen. Unter den 6 Millionen Arbeitslosen, deren Geschick die gleiche Anzahl von Ange- hörigen teilt, befinden sich zwei Millionen - also ein Drittel der Arbeitslo- sen -, die jünger als 25 Jahre sind. Das bedeutet, da diese jungen Menschen, die das Leben vor sich haben, keine Arbeitsstätten finden können. Wun- dert Sie, meine Damen und Herren, da in den Herzen und Sinnen dieser Ju- gendlichen ein Radikalismus aufquillt, der nur von Untergang und der Zerstö- rung alles Bestehenden Besserung erwartet und auf ihn seine triebmä igen Hoffnungen setzt?2 Dieses Zitat aus einer Rede des damaligen Reichskanz- ler Heinrich Brüning am 28. Mai 1932 vor dem Verein der ausländischen 3 Presse, zwei Tage vor seinem damals völlig unerwarteten Sturz, der zur rei- nen Präsidialregierung unter von Papen und von Schleicher führte und damit den Anfang vom Ende der Weimarer Republik einleitete, kennzeichnet Situa- tion und Ausma der bisher schwersten Arbeits-und Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland während der Weltwirtschaftskrise und ihre gesamtgesell- schaftlichen Folgen, an deren indirekten Wirkungen unsere Nation bis heute trägt. Das wirtschaftliche Elend der damaligen Arbeitslosen war so ungeheuer- lich, da wir uns heute davon kaum noch eine Vorstellung machen können. Die Arbeitslosenunterstützung war einschlie lich Familienzuschlag auf einen 4 durchschnittlichen Satz von 50 Mark zurückgegangen, der langfristig auch 5 bei sparsamster Haushaltsführung nicht zum Erhalt des Lebens ausreichte.

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