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Interkulturelles Lernen in Theorie Und PRAXIS: Ein Handbuch Für Jugendarbeit Und Weiterbildung

Interkulturelles Lernen in Theorie Und PRAXIS: Ein Handbuch Für Jugendarbeit Und Weiterbildung

Paperback

Series: Schriften Des Instituts Für Angewandte Kommunikationsforschu, Book 5

General Sociology

ISBN10: 3810011622
ISBN13: 9783810011626
Publisher: Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften
Published: Jan 31 1994
Pages: 312
Weight: 0.83
Height: 0.66 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
1. Das Problem Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft hat sich in den nationalen Kontexten schon immer besonderer, je spezifischer Beachtung erfreut. Die we- steuropäischen Gesellschaften haben sich nach dem 2. Weltkrieg in unter- schiedlicher politischer Ausprägung zu werte- und interessenpluralen demo- kratischen Gemeinwesen weiterentwickelt. Zunächst im schulischen, in zu- nehmendem Ma e aber auch im au erschulischen Bildungsbereich sind Konzeptionen sozialer und politischer Erziehung oder Bildung entstanden, die den mündigen Staatsbürger zum Ziel erklärten, der, von einem selbständig definierten und reflektierten Standpunkt ausgehend, in demokratischer Tole- ranz zu anderen, entgegenstehenden Positionen, seine Rechte vertreten und seine Pflichten erfüllen kann. In den letzten Jahrzehnten ist die Palette der gesellschaftlichen Probleme um ein weiteres bereichert worden: Die Entwicklung zur wachsenden ökonomi- schen und politischen Internationalität und die massenhaften Wanderungsbe- wegungen lassen die Fragen politischer, sozialer und personaler Handlungs- spielräume in einem neuen Licht erscheinen: Es ist seit langem ins Bewu tsein gekommen, da die internationalen Struk- turen der Zusammenarbeit eines Unterbaus der Akzeptanz und lebendigen Ausfüllung durch die betroffenen Massen bedürfen. Die Maastricht-Diskus- sion ist nur der jüngste Aufweis dieser Problematisierung, die schon vorher die Erkenntnisse hervorbrachte, da die Entwicklungskonzepte für die Dritte Welt ohne eine bislang vernachlässigte sozio-kulturelle Dimension der Bürgerbeteiligung relativ wirkungslos bleiben oder da nach einem bislang vorwiegend ökonomischen Entwicklungsweg der Europäischen Gemeinschaft die Gemeinschaft der Bürger unerlä liche Basis für weitere politische Ent- wicklungen sein müsse. Diesen Erkenntnissen ist in unterschiedlicher Weise Rechnung getragen worden und sind wichtige Programme des internationalen Austausches, besonders in Europa, gewidmet.

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