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Identitätsbildende Prozesse im Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens zur Zeit des Wilhelminischen Deutschlands

Identitätsbildende Prozesse im Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens zur Zeit des Wilhelminischen Deutschlands

Paperback

CognitionGeneral World History

ISBN10: 3346063925
ISBN13: 9783346063922
Publisher: Grin Verlag
Published: Jan 14 2020
Pages: 32
Weight: 0.12
Height: 0.08 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,7, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Geschichtswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Die zu untersuchende Forschungsfrage innerhalb dieser Arbeit lautet wie folgt: Welche identitätsstiftenden Prozesse waren für den Wandel des Selbstverständnisses zum Judentum innerhalb des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (C.V.) von besonderer Bedeutung? Hundsfott, wehr' Dich!' Mit diesem an einen Kampf anknüpfenden Aufruf versuchte der im Jahr 1893 gegründete C.V. seine jüdischen Mitbürger zu erreichen und sie anzuhalten, sich gegen den aufkommenden Antisemitismus zu erheben. Dies geschah in einer Zeit, in der die herrschende Agitation gegen die Juden immer grö ere Auswirkungen einnahmen und darüber hinaus von den Antisemiten versucht wurde, die jüdische Bevölkerung ihrer bürgerlichen Rechte zu berauben. Dabei nahm der C.V. eine ganz entscheidende Rolle im Abwehrkampf gegen den Antisemitismus ein und führte zusätzlich zu einem Wandel des jüdischen Selbstverständnisses innerhalb der jüdischen Bevölkerung. Diese identitätsbildenden Prozesse wurden durch verschiedene Debatten im Vereinsorgan Im deutschen Reich (IdR) gefördert. Diese Vereinszeitschrift erschien zwei Jahre nach der Gründung des C.V.'s, am 1. Juli 1895. Der zeitliche Rahmen für diese Arbeit wurde auf die Epoche des wilhelminischen Kaiserreichs festgelegt. Kennzeichnend für diese Phase war das Aufkommen des Massenkonsums, die zarten Anfänge des Umweltschutzes und gesellschaftliche Reformbewegungen sowie viele wissenschaftliche Entdeckungen. In dieser facettenreichen und widersprüchlichen Epoche lebte die jüdische Minderheit seit den 1860ern auf rechtlicher Ebene gleichberechtigt. Die jüdische Gemeinschaft im deutschen Reich verband ein gro es Interesse an akademischer Bildung, ihre orthodoxe Religiosität hingegen trat immer mehr in den Hintergrund. Der sich nun

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