• Open Daily: 10am - 10pm
    Alley-side Pickup: 10am - 7pm

    3038 Hennepin Ave Minneapolis, MN
    612-822-4611

Open Daily: 10am - 10pm | Alley-side Pickup: 10am - 7pm
3038 Hennepin Ave Minneapolis, MN
612-822-4611
Human- Und Kulturökologische Ansätze Zur Umweltforschung: Ein Beitrag Zur Umweltsoziologie Mit Einer Fallstudie Zur Grundwasserbelastung Mit Nitrat, Z

Human- Und Kulturökologische Ansätze Zur Umweltforschung: Ein Beitrag Zur Umweltsoziologie Mit Einer Fallstudie Zur Grundwasserbelastung Mit Nitrat, Z

Paperback

Series: Duv Sozialwissenschaft

Environmental StudiesGeneral Sociology

ISBN10: 3824440989
ISBN13: 9783824440986
Publisher: Springer Nature
Published: Jan 1 1992
Pages: 364
Weight: 1.13
Height: 0.76 Width: 6.14 Depth: 9.21
Language: German
1. Umweltprobleme: Eine Herausforderung an Gesellschaft und Gesellschaftstheorien Ökologische Krisen sind auch Krisen der Gesellschaft (Lachenmann 1990), sie weisen auf ein gestörtes Verhältnis zwischen Natur und Kultur hin. Die Genese eines solchen Konflikts im Beziehungsgefüge der Men- schen mit ihrer natürlichen wie sozialen Umwelt wird nicht nur im Rah- men naturwissenschaftlicher Ökologieforschung zu ermitteln sein, son- dern bedarf der Einbeziehung sozialwissenschaftlicher Ansätze, um so- wohl die anthropogene Verursachung als auch die gesellschaftlichen Lö- sungsmöglichkeiten zu reflektieren. Dies gilt gleicherma en für ökologi- sche Belastungen in den fortgeschrittenen Industrieländern wie in Län- dern der Dritten Welt. So begegnen wir auf sehr unterschiedlichen Stufen technologischer Entwicklung Eingriffen in ökologische Kreisläufe, die eine Gefahr für die Sicherung der Lebensgrundlage der Menschen darstellen. Hierzu zwei Beispiele zur Tierhaltung (domestizierte Natur) in verschiedenen Regio- nen. In Hirtengesellschaften, in denen Tierhaltung die Hauptbeschäftigung ist, werden Tiere vorwiegend als Kapital (Bank) betrachtet; eine Vergrö erung der Herde kommt einem Zinsertrag gleich. Tiere zu haben, bedeutet auch Li- quidität. In diesen Kulturen erfüllt das Tier über die rein ökonomische Funk- tion hinaus auch eine soziale und emotionelle/kulturelle Funktion. So wird die soziale Stellung der Besitzer und damit ihr Prestige von der Anzahl ihrer Tiere bestimmt. Die Herden sind deshalb meist grö er, als für die Selbstver- sorgung notwendig wäre. Dies kann eine Überweidung der vorhandenen Flä- che zur Folge haben, die auf Grenzstandorten eine Gefahr für die Umwelt darstellt.

Also in

General Sociology