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Das große Morden: Texte gegen Militarismus und Krieg

Das große Morden: Texte gegen Militarismus und Krieg

Paperback

General Sociology

ISBN10: 3819265589
ISBN13: 9783819265587
Publisher: Bod - Books on Demand
Published: May 19 2025
Pages: 518
Weight: 1.12
Height: 1.15 Width: 5.00 Depth: 8.00
Language: German
Zeitwende! Das Wort führt jetzt jeder Esel im Munde, dem die Zeit noch niemals etwas gewendet hat. Das Schicksalsjahr 1915! Voll Stolz und Selbstgefühl wird dieser 1. Januar begrü t. Dass er bestimmt ist, eine Epoche fortzusetzen, die die Vernichtung von Millionen Schicksalen bedeutet, fällt den Hanswürsten nicht ein (Erich Mühsam, Tagebucheintrag vom 1. Januar 1915). Eine Minderheit unter den linken Friedenstauben, die den Kurs angeben möchte, präsentiert sich heute überaus handzahm und liebenswürdig. Höflich appelliert man an die Regierenden des Erdkreises, die Ausgaben für das Militärische doch bitteschön allüberall um Zehntel zu senken. Kaum ist der weise Ratschlag ausformuliert, haben die Welt-Kriegsertüchtiger dem globalen Rüstungsbudget schon wieder eine weitere Billion hinzugefügt. Angesichts der staatstragenden Zähmungen, die nur noch mehr Traurigkeit verbreiten, kann das hier vorgelegte Lesebuch als Ermutigung zur Streitbarkeit gelesen werden. Es führt starke Texte gegen Militarismus und Krieg aus der Feder des anarchistischen Schriftstellers Erich Mühsam (1878-1934) zusammen. Berücksichtigt werden Gedichtbände, Essays, Tagebucheinträge, Nachlass-Schriften (Abrechnung, 1916/17) und ein unvollendeter Roman (Mann des Volkes, 1921-1923). Am Vorabend des Ersten Weltkrieges diagnostizierte der Dichter: Mit zwei Milliarden Mark muss jährlich die Henne gefüttert werden, die unter dem Namen 'Deutsche Wehrmacht' ... herumgackert. Jetzt ist sie mit einer Extramilliarde noch fetter aufgeplustert worden und beansprucht infolgedessen fortan noch erheblich mehr Getreidekörner aus den Ackern des deutschen Volkes als bisher. Der Geflügelzüchter Michel ... merkt nicht, dass das meschuggene Huhn ihm nichts als Kuckuckseier in den Stall legt. Eines guten Tages aber wird es ihm schmerzlich fühlbar werden, wenn nämlich der zärtlich gepflegte 'bewaffnete Friede' an Überfütterung krepiert, seine Küken aber auskriechen und sich die missgestalteten Kreaturen als Krieg, Hunger

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Mühsam, Erich

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