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Graswurzelfeuilleton: Journalistische Kunstkritik in Zeiten des Web 2.0

Graswurzelfeuilleton: Journalistische Kunstkritik in Zeiten des Web 2.0

Paperback

Writing Instruction

ISBN10: 3842855087
ISBN13: 9783842855083
Publisher: Diplomica Verlag
Published: Feb 10 2011
Pages: 102
Weight: 0.42
Height: 0.21 Width: 7.00 Depth: 10.00
Language: German
Das Feuilleton, so hört man immer wieder, befindet sich in der Krise. Von einem Ressort, das kein Geld bringt, aber viel Geld kostet sprechen etwa Thierry Chervel und Anja Seeliger. Folgerichtig tituliert Franziska Augstein das Zeitungsfeuilleton als eine Institution, die sich auf dem Wege zu ihrer Abschaffung befindet. Auf der anderen Seite geht ein Konkurrent ins Rennen, der scheinbar viele Schwächen der Zeitung und ihrer Kulturberichterstattung ausgleichen kann: Das Web 2.0 ist schnell, multimedial, interaktiv, meist kostenlos und weist eine vergleichsweise niedrige Teilnahmeschwelle für Kommunikatoren auf. Entsprechend gro ist mittlerweile die Anzahl sogenannter Kulturblogs und anderer kulturjournalistischer Angebote im Internet. Doch können diese Angebote dem klassischen Feuilleton tatsächlich den Rang ablaufen? Um diese Frage zu beantworten, werden im vorliegenden Buch zunächst die wichtigsten Funktionen des Feuilletons und der journalistischen Kunstkritik definiert und systematisiert. Den theoretischen Hintergrund liefern die Cultural Studies, die sowohl die Kunst als auch den Journalismus als zentrale Mechanismen zur Selbstverständigung einer Gesellschaft verhandeln. Mithilfe der Erkenntnisse der Feuilletonforschung erfolgt eine Katalogisierung der Voraussetzungen, die zur Erfüllung der Funktionen notwendig sind. Auf dieser Grundlage und unter Berücksichtigung der Aussagen zweier Akteure werden schlie lich die beiden Mediengattungen systematisch miteinander verglichen. Die Studie bietet einen Einblick in ein bisher durch die Kommunikationswissenschaft weitgehend vernachlässigtes Forschungsfeld. Sie legt einen Grundstein für weitere Forschungsarbeiten in einem Bereich journalistischen Wirkens, der sich am Beginn eines drastischen Wandlungsprozesses befindet.

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