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Giorgiones "Tempesta" im Kontext der venezianischen Liebesphilosophie des Cinquecento: Die Geburt der Zivilisation

Giorgiones "Tempesta" im Kontext der venezianischen Liebesphilosophie des Cinquecento: Die Geburt der Zivilisation

Paperback

Art History

ISBN10: 3656603871
ISBN13: 9783656603870
Publisher: Grin Verlag
Published: Feb 26 2014
Pages: 38
Weight: 0.14
Height: 0.09 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Fachbuch aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Kunst - Kunstgeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Tempesta (Galleria dell' Accademia, Venedig) des venezianischen Malers Giorgione gehört seit jeher zu den rätselhaftesten Gemälden der Kunstgeschichte. Über 60 Interpretationsversuche sind in den letzten 150 Jahren zu der kleinen Tafel vorgelegt worden; ein erheblicher Anteil dieser Interpretationsansätze sucht dabei nach einer literarischen Vorlage für das Bildthema der Tempesta. Ausgehend von der Ruhenden Venus (Gemäldegalerie Dresden) wird in dem Aufsatz die Tempesta einer vergleichenden und konsequent narrativen Untersuchungsmethode unterworfen. Dabei zeigt sich zum einen, dass wesentlichen kompositorischen Elementen, vor allem die Verwendung von Bildachsen - sowohl bei der Dresdener Venus, als auch in der Tempesta - eine wichtige interpretatorische Bedeutung zukommt, zum anderen, dass beide Bilder nicht nur eine statische, sondern auch eine ausgreifende narrative Dimension haben, die weit über die unmittelbar sichtbaren Bildgegenstände hinausgeht. Nach einer kurzen Darstellung der kunsthistorischen Forschungsgeschichte, die das Thema Liebe in der Tempesta behandelt hat - wobei den Beobachtungen von Bernhard Aikema (Verona) eine besondere Bedeutung zugemessen wird -, wird die narrative Methode auf das Bild selbst angewandt. Nach dem Aufzeigen einer Reihe von ungestellten Fragen der Kunstgeschichte an das Bild wird eine zunächst werkimmanente Interpretation vorgelegt, die verdeutlicht, dass das Schlüsselthema der Tempesta in den Bereich der zeitgenössischen Liebesphilosophie gehört. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Figur des stehenden Mannes und seiner achsialen Beziehung zum Blitz, sowie der Figur der Frau im Kontext der dargestellten Stadt, bei der es sich um Padua handeln dürfte. Neben der statischen Ebene arbeitet der Autor eine narrative Bildebene heraus, die eine sublime aber doch eindeutig erotische Deutung des Bildes überaus wahrscheinlich machen.

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