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Geschichtspolitik in Deutschland und Frankreich: Eine Analyse der wichtigsten gedächtnispolitischen Debatten

Geschichtspolitik in Deutschland und Frankreich: Eine Analyse der wichtigsten gedächtnispolitischen Debatten

Paperback

General World History

ISBN10: 3656629935
ISBN13: 9783656629931
Publisher: Bod Third Party Titles
Published: Jun 17 2014
Pages: 30
Weight: 0.11
Height: 0.07 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Weltgeschichte - Allgemeines und Vergleiche, Note: 1,0, Sprache: Deutsch, Abstract: Niemals in der Geschichte gab es eine politische Gemeinschaft ohne gemeinsame Erinnerung. Die Debatten um die Errichtung eines nationalen Deutschen Denkmals oder eines Denkmals für die Vertriebenen, sowie um das umstrittene Armenien-Gesetz in Frankreich zeigen, wie wichtig und aktuell die Geschichtspolitik sowohl in Deutschland als auch in Frankreich ist. Geschichte und Politik waren immer sehr eng miteinander verflochten: die Vergangenheit ist ein wichtiger Aspekt für das gegenwärtige Selbstverständnis und das zukünftige Handeln eines Staates. Sie liefert ihm also gleichzeitig Orientierung, Legitimation und Selbstgewissheit. In der folgenden Arbeit halte ich mich an die kurze und prägnante Definition vom Zeithistoriker Edgar Wolfrum, wonach Geschichtspolitik die von verschiedenen Akteuren getragene und mit unterschiedlichen Interessen befrachtete politische Nutzung von Geschichte in der Öffentlichkeit ist, um mobilisierende, politisierende oder legitimierende Wirkungen in der politischen Auseinandersetzung zu erzielen. Bei den Akteuren handelt es sich im Allgemeinen um Deutungselite und im Besonderen um politische Eliten. Die Bandbreite geschichtspolitischer Aktionen kann dabei sehr gro sein. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, die Vergangenheit politisch zu deuten: von der blo en Geschichtsfälschung über den Versuch einer Multiperspektivität bis zum Mythologisieren und Aufklärung. Die bewusste Manipulation von Geschichte ist also nur ein Teilaspekt der Geschichtspolitik. Sie bleibt immer ein Risiko, sollte aber in ihrer Bedeutung nicht überschätzt werden. Auf deutscher Seite werden der sog. Historikerstreit, die Goldhagen-Debatte und die Wehrmachtsausstellung in einem ersten Kapitel behandelt. In einem zweiten Kapitel werden als besonders repräsentative gedächtnispolitische Debatten für Frankreich die Kontroverse um Vichy

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