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Fatalismus: Zehn Spielarten, eine Definition und zwei erstaunliche Fallbeispiele: der altstoische Schicksalsglaube und die Prädestinationslehre Calvin

Fatalismus: Zehn Spielarten, eine Definition und zwei erstaunliche Fallbeispiele: der altstoische Schicksalsglaube und die Prädestinationslehre Calvin

Paperback

PhilosophyLinguistics

ISBN13: 9798242271876
Publisher: Independently Published
Published: Jan 2 2026
Pages: 410
Weight: 1.04
Height: 0.91 Width: 5.50 Depth: 8.50
Language: German
Was ist Fatalismus? Was ist Schicksalsglaube, was Determinismus? Was meinen wir in der Alltagssprache mit diesen Begriffen und welche Überzeugungen oder Einstellungen wurden historisch damit bezeichnet?

Die Autorin untersucht die verschiedenen Verwendungsweisen anhand bekannter, unbekannter und stellenweise kurioser Beispiele aus den unterschiedlichsten Bereichen. Sie entstammen philosophischen und theologischen (christlichen und islamischen) Werken, der fiktionalen Literatur, Interviews und Zeitungsartikeln und überraschen in ihren Parallelen und Widersprüchen, denn die ideengeschichtlichen Wege, die zu dieser Bedeutungsvielfalt führten, sind gewunden und verästelt.

Auf Basis der vielgestaltigen Beispiele legt das Buch eine Fatalismusdefinition vor, die unterschiedliche Aspekte abdeckt, und einen Typenkatalog an zehn Fatalismusvarianten, darunter determinismusbasierte und determinismusunabhängige. Besonderes Augenmerk gilt den emotionalen und lebenspraktischen Konsequenzen, die aus einer fatalistischen Überzeugung resultieren. Die provokante Frage lautet: Sind Fatalisten die glücklicheren Menschen?

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit zwei ausgearbeiteten historischen Exempeln fatalistischer Lehrgebäude: dem Fatalismus des Älteren Stoikers Chrysipp von Soloi (ca. 280-208 v.) und dem des Genfer Reformators Jean Calvin (1509-1564). Beide Blickwinkel erstaunen uns bis heute durch ihre gedankliche Radikalität und Zugespitztheit.

Wenn ein Hund an ein Fuhrwerk angebunden ist, dann wird er, falls er folgen will, gezogen und folgt und lässt so sein spontanes Verhalten mit der Notwendigkeit zusammenfallen; falls er dagegen nicht folgen will, wird er dazu doch in jedem Fall gezwungen. Genauso ist es auch mit den Menschen. Denn selbst wenn sie nicht folgen wollen, werden sie doch in jedem Fall gezwungen, in das hineinzugehen, was ihnen bestimmt ist.

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