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Erich Kästner - ein "verbrannter Autor" als Augenzeuge im "Dritten Reich"

Erich Kästner - ein "verbrannter Autor" als Augenzeuge im "Dritten Reich"

Paperback

General SociologyPlaywriting

ISBN10: 3656326029
ISBN13: 9783656326021
Publisher: Grin Verlag
Published: Dec 5 2012
Pages: 26
Weight: 0.10
Height: 0.06 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Mediengeschichte, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Politik- und Sozialwissenschaft), Veranstaltung: Einführung in die Exilpublizistik, Sprache: Deutsch, Abstract: Wir sitzen alle im gleichen Zug und reisen quer durch die Zeit. Wir sehen hinaus. Wir sahen genug. Wir fahren alle im gleichen Zug. Und keiner wei , wie weit. Dies schreibt der Dichter, Schriftsteller und stete Systemkritiker Erich Kästner im Jahr 1932, ein Jahr vor der Machtergreifung Hitlers. Obwohl er selbst in seinen Werken immer wieder vor den Nationalsozialisten und dem, was sich da über Deutschland zusammenbraute, warnte, unterschätzt er das Regime bis in die Kriegsjahre hinein. Durch seine Entscheidung gegen die Emigration aus seiner Heimat wird er zwölf Jahre lang gezwungen sein, in diesem Zug als stummer Passagier mitzufahren, um sein Leben nicht zu gefährden. Dies stö t bei anderen deutschen Exilanten auf Unverständnis und löst Misstrauen aus - wie kann ein Autor im Land, das sie verlie en, ein Dutzend Jahre vergleichsweise unversehrt existieren, ohne sich dem Feind anzuschlie en? Kästner wird sich dieser Frage noch lange nach dem Krieg stellen müssen und immer nach einer Erklärung suchen, wie es überhaupt zu einer Diktatur kommen konnte. In der vorliegenden Arbeit möchte ich vor allem Kästners Motive für seine Entscheidung gegen die Emigration herausheben und mich mit dem Konflikt auseinandersetzen, der sich dadurch für ihn während und nach der Nazizeit ergab. Zudem soll verdeutlicht werden, wie ein (Über-)Leben als nicht nationalsozialistischer Intellektueller zwischen 1933 und 1945 in Deutschland möglich war, die Ma regelungen des Systems umgangen werden konnten und welche Kompromisse es mit sich und dem eigenen Idealismus zu schlie en galt. Bevor ich mich Kästners Werdegang ab dem Zeitpunkt der Machtübernahme Hitlers widme, möchte ich zum Einstieg einen kurzen Überblick über die Entwicklung des Dichters und Sc

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