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Dramaturgie und Inszenierung im Figurentheater

Dramaturgie und Inszenierung im Figurentheater

Paperback

Playwriting

ISBN10: 3656916861
ISBN13: 9783656916864
Publisher: Grin Verlag
Published: Mar 11 2015
Pages: 104
Weight: 0.32
Height: 0.25 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Fachbuch aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Theaterwissenschaft, Tanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Von einer Spielidee, von einem Bild, einem Gedanken über Assoziationen konstruierend zum Ereignis der Schönheit zu gelangen, mit Wortzauberei Bilder durch die Ohren zu infiltrieren, grandeur und misère des Lebens auf die Bühne zu bringen und frohes Erstaunen oder wildes Entsetzen hervorzurufen, Vergnügen, Genuss, Betroffen- oder Ergriffenheit macht aus dem Figurentheater eine rauschende Festlichkeit des Geistes. Wo dialogischer Text nicht mehr Grundlage eines narrativen Theaterstücks ist, weicht der Inszenierungsprozess einem Prozess der Stückfindung, an dessen Anfang Ideen für den szenischen Umgang mit Objekten stehen: Aus visuellen Eindrücken, bildkünstlerischen Prozessen, psychologischen Beobachtungen, gesellschaftskritischen Impulsen, intellektuellen Spielen, aufgeschnappten Handlungsminiaturen oder sonst woher tauchen sie auf. Ein solcher erster Impuls, von dem der Dramaturg vermutet, dass er das Potential für eine Dramatisierung enthält, muss im Stückfindungsprozess durch Assoziationen erweitert, in bildkünstlerischen Ausdruck transformiert, in szenisches Handeln umgesetzt und ästhetisch verdichtet werden, um letztendlich in einen stimmigen Ablauf eingeschrieben werden zu können. Dabei ist die Verwendung von Sprache keine conditio sine qua non mehr. Wo Sprache aber verwendet wird, kann sie dialogischer Natur, Lyrik oder Prosa sein. Sie kann selbst ganz reduziert werden auf bedeutungslosen präverbalen Ausdruck, wie Stöhnen und Stammeln, oder sich im semantischen Irrgarten des Nonsens bewegen. Ein derartiger Prozess der Stückfindung birgt durch den Verzicht auf logisch-lineare Handlung grundsätzlich die Gefahr, dass er ins Beliebige verläuft, belanglos wird und die Lust des Zuschauers nicht wach zu halten vermag. Was aber diesen Prozess ausmacht und welche Komponenten ihm zugehörig sind, ist ein zugleich theoretisches Problem wie ein praktisches und soll auch als

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