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Die Diskussion über die deutsch-polnische Grenze im Wiedervereinigungsprozess 1989/90

Die Diskussion über die deutsch-polnische Grenze im Wiedervereinigungsprozess 1989/90

Paperback

General European HistoryGeneral World History

ISBN10: 3640855221
ISBN13: 9783640855223
Publisher: Grin Verlag
Published: Mar 9 2011
Pages: 172
Weight: 0.51
Height: 0.40 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Historisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Nichts ist endgültig geregelt, was nicht gerecht geregelt ist (Abraham Lincoln) Diesen Leitsatz des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zitierten die Vertriebenenverbände in diversen Publikationen der Nachkriegszeit, wenn sie rechtfertigen wollten, warum sie noch immer eine Notwendigkeit für die Wiedereingliederung ihrer Heimatgebiete östlich von Oder und Nei e sahen. Der in ihren Augen ungerechte Status Quo der deutsch-polnischen Grenze lie die Vertriebenen bis in die 80er Jahre hinein darauf hoffen, doch nicht durch den Heimatverlust die gro en Verlierer des Zweiten Weltkriegs in Deutschland zu bleiben. Die immer grö er werdende Distanz zur politischen Realität war dabei spätestens seit dem Warschauer Vertrag Anfang der 70er Jahre offensichtlich. Eine Lösung der Grenzfrage, die auch für die Vertriebenen akzeptabel erschien, wurde immer unwahrscheinlicher. Da sie insgesamt die am stärksten betroffene Personengruppe der Grenzfrage waren und zugleich auch den hartnäckigsten Widerstand gegen eine endgültige Anerkennung der Oder-Nei e-Grenze offenbarten, wird ihnen ein grö eres Augenmerk gewidmet als in den meisten anderen Schriften zum Wiedervereinigungsprozess üblich. Die Vertreibung als eines der schlimmsten menschlichen Schicksale im Kontext des Zweiten Weltkrieges lag Ende der 80er Jahre bereits mehr als vierzig Jahre zurück. Der Ostblock litt zunehmend unter einer wirtschaftlichen Instabilität und die Ideen Michail Gorbatschows von Perestroika und Glasnost begannen, sich auch in Mitteleuropa durchzusetzen, als die Diskussion über die deutsch-polnische Grenze in Deutschland neu entfacht wurde. Zurück lag zu diesem Zeitpunkt bereits ein jahrelanger Kampf der Vertriebenen um das Recht auf eine Rückkehr in die angestammte Heimat. Anfangs w

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