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Dirigierte Öffentlichkeit: Die Zeitung ALS Herrschaftsmittel in Den Anfangsjahren Der Nationalsozialistischen Regierung

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Paperback

Series: Beiträge Zur Sozialwissenschaftlichen Forschung, Book 12

Gifts & Stationery GeneralGeneral ReferenceGeneral Science

ISBN10: 3531111833
ISBN13: 9783531111834
Publisher: Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften
Published: Jan 1 1972
Pages: 156
Weight: 0.52
Height: 0.35 Width: 6.14 Depth: 9.21
Language: German
Die vorliegende Arbeit zur Gleichschaltung und Manipulation der Presse im Dritten Reich verdient unter verschiedenen Aspekten Beachtung. Sie leistet einen Beitrag zu der historisch-politischen Diskussion, die noch vier Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der ersten deutschen Repu- blik unvermindert fortdauert, so viele und wichtige Untersuchungen und Darstellungen inzwischen, nicht zuletzt zum Thema Publizistik und NS- Regime, erschienen sind. Es handelt sich um einen zentralen Bereich des Machtergreifungs- und Konsolidierungsprozesses, iiber den das na- tionalsozialistische Herrschaftssystem so unerwartet rasch und total in Deutschland durchgesetzt wurde. Die Analyse der ausgedehnten Litera- tur und des teilweise unveroffentlichten Materials HUH erkennen, welche strukturellen Voraussetzungen lind konkreten Eingriffe jene Gleichschal- tung ermoglichten. Dabei tritt eine bemerkenswerte Kontinuitat im Uber- gang von der Republik zur Diktatur hervor, die auch fUr andere politische und gesellschaftliche Bereiche der natio'nalsozialistischen Machtbefesti- gung bezeichnend erscheint. Man mag kritisch bemerken, daB dabei die revolutionaren Komponenten im pseudolegal verhiillten ProzeB der Machtergreifung unterschatzt wer- de: Folge eines zu engen Revolutionsbegriffs. Doch eroffnet die Hervor- hebung des Moments der Kontinuitat zugleich instruktive Einblicke in den Charakter und die Funktion eines Pressewesens, dessen rasch erreichte Lenkbarkeit die Folge einer weitgehenden Selbstgleichschaltung wa- darin typisch fUr die geistige Kapitulation in Deutschland 1933/34. Die iiberwaltigende Rolle, die dabei Druck und Gewalt, Kampfideologie und VerfUhrung, freilich auch Opportunismus, gespielt haben, ist nicht zu iibersehen.

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