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Der dialogorientierte Onlinewahlkampf zur Bundestagswahl 2009: Analyse des dialogorientierten Onlinewahlkampfes zur Bundestagswahl 2009 und Entwicklun

Der dialogorientierte Onlinewahlkampf zur Bundestagswahl 2009: Analyse des dialogorientierten Onlinewahlkampfes zur Bundestagswahl 2009 und Entwicklun

Paperback

General ReferenceGeneral Sociology

ISBN10: 3640592255
ISBN13: 9783640592258
Publisher: Grin Verlag
Published: May 14 2010
Pages: 110
Weight: 0.31
Height: 0.26 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Als einen der langweiligsten Wahlkämpfe in Deutschland bezeichneten viele Medien und Experten den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009. Die Bild titelte nach dem TV-Duell zwischen CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier, in Anlehnung an den erfolgreichen Slogan von Barack Obama, Yes, we gähn. Differenzierte Analysen in den Medien sind zwar vorhanden, bilden jedoch eher die Ausnahme. Aber der Wahlkampf war in der Tat wenig kämpferisch und polarisierend, sondern mehr zurückhaltend und distanziert. Es fehlten Themen, Emotionen, Charisma und Begeisterung. Doch müssen an dieser Stelle die schwierigen Rahmenbedingungen und letztlich auch die Ergebnisse dieser Wahl in der Bewertung und Analyse berücksichtigt werden. Denn so langweilig der Wahlkampf auch gewesen sein soll, brachte die Bundestagswahl im Superwahljahr 2009 fast ausschlie lich Superlative und neue Rekorde hervor: Die Wahlbeteiligung sank mit 70,1% auf den niedrigsten Stand seit Gründung der Bundesrepublik. FDP (14,6%), Linkspartei (11,9 %) und Grüne (10,7 %) fuhren ihre bisher besten Wahlergebnisse auf Kosten der gro en Parteien ein. Die SPD stürzte auf dramatische 23% ab - das schlechteste Wahlergebnis seit Bestehen der Republik. Auch CDU und CSU verloren soviel Vertrauen wie nie zuvor und sanken auf 27,3 % beziehungsweise auf 6,5 %. So konnte sich Angela Merkel nur durch die Stärke der Liberalen in eine schwarz-gelbe Regierung retten und die ungeliebte Koalition mit der SPD beenden. Die Kategorie Sonstige Parteien übersprang mit 6 % die Fünf-Prozent-Hürde. Dafür verantwortlich war die Piratenpartei, die bei ihrer ersten Bundestagswahl in den TV-Analysen am Wahlabend sogar einen eigenen Balken erhielt, weil sie aus dem Stand 2% holte und damit einen neuen Rekord aufstellte. In dieser Arbeit wird mit Hilfe einer qualitativen Studie der dialogorientierte Onlinewahlkampf zur Bundestagswahl 2009 analysiert und bewertet. Der besondere Fokus lag hierbei auf den parteiei

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