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Behindertentourismus auf der Insel Sylt: Ein unentdecktes Marktsegment?

Behindertentourismus auf der Insel Sylt: Ein unentdecktes Marktsegment?

Paperback

EconomicsGeography

ISBN10: 3838611578
ISBN13: 9783838611570
Publisher: Diplom.de
Published: Nov 19 1998
Pages: 168
Weight: 0.50
Height: 0.39 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Inhaltsangabe: Einleitung: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. (GG, Art. 3 Abs. 3 Satz 2) Dieses Gleichstellungsgesetz, das erst im September 1994 im Grundgesetz verankert wurde, ist bislang noch keine Garantie dafür, da behinderte Menschen ebenso behandelt werden wie Nichtbehinderte. Vielmehr sind behinderte Menschen in unserer Gesellschaft immer noch massiven Schwierigkeiten im alltäglichen Leben ausgesetzt. Das Bürgerrecht auf Reisen und Erholung können Behinderte nur mit hohem Aufwand nutzen. Die Benachteiligungen, die für Menschen mit einer Behinderung bei Reisen entstehen, äu ern sich vorwiegend darin, da ihnen zumeist der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Besucherattraktionen und Beherbergungen verwehrt bleibt. Bislang gibt es nur wenige Reiseveranstalter, die sich auf die Belange von Behinderten eingestellt haben, obwohl nach Schätzungen der Bundesregierung zirka 3 Millionen von 6,5 Millionen behinderten Menschen in der Bundesrepublik verreisten. Der Behindertentourismus ist somit ein nicht zu verachtendes Marktsegment für die Tourismusindustrie. Begeben sich behinderte Menschen - speziell Rollstuhlfahrer - ohne die Mittlerfunktion eines Reiseveranstalters, auf die Suche nach einem geeigneten Urlaubsziel, so mu vorab die Barrierefreiheit der Unterkunft überprüft werden. Unter Barrierefreiheit versteht man die uneingeschränkte Zugänglichkeit des Gebäudes. Wichtig ist hierbei ein stufenloser oder mit Rampe erreichbarer Eingang, eine ausreichende Wendemöglichkeit in den einzelnen Räumen, vor allem für Rollstuhlfahrer. Steht das Urlaubsziel und die Unterkunft fest, wird als nächstes die Anreise organisiert. Reist ein Rollstuhlfahrer nicht mit dem eigenen Pkw an, so mu er bei der Bahn oder den jeweiligen Fluggesellschaften die Mitarbeiter bzw. die Helfer von sozialen Organisationen (z. B. Malteser, DRK) benachrichtigen, die bei einem Ein- und Ausstieg in das jeweilige Transportmittel helfen. Vor allem Rollstuhlfahrer haben

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